Singapore-Koh Lipe-Langkawi-Kuala Lumpur (german only)

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Reiseverlauf:

Anreise und Singapur

 

Die Sachen sind gepackt und es kann losgehen zu unser ersten richtigen Reise nach Asien. Den Aufenthalt auf der asiatischen Seite von Istanbul zähl ich jetzt mal nicht mit ;-). Dementsprechend aufgeregt und vor-freudig treten wir also die lange Reise nach Singapur an. Wir fliegen von Hamburg über Amsterdam, wo wir noch vier Stunden Aufenthalt haben, d.h. wir sind insgesamt ca 20 h Stunden unterwegs (!). Denn man los...

In Amsterdam gehen wir was essen und nochmal kurz in die Sonne, bevor es wieder in den Flieger geht. Um die Reise möglichst schlafend zu verbringen, gibt's dann auch erstmal Wein :-D Tatsächlich gibt es schöneres als 13 h zu fliegen, aber der Flug geht gefühlt doch überraschend schnell vorüber. 

In Singapur (16:20 Ortszeit) angekommen erschlagen einen die >30°C Temperaturunterschied zu Hamburg kurzzeitig, aber da die Bahn in Singapur, wie so ziemlich alles, klimatisiert ist, sind wir auch schnell wieder abgekühlt. Bahn lässt sich in Singapur sehr gut und günstig mit der EZ-Link Karte fahren. Einmal aufladen und dann immer nur an die Sensoren halten und los geht die Fahrt.

Unser (erstes) Hotel liegt in Katong, eigentlich einer Wohngegend, in der es aber auch die ein oder andere Bar bzw. Restaurant gibt. Das ist dann auch unser nächster Schritt. Nachdem wir was gegessen haben, setzen wir uns gegenüber von unserem Hotel noch kurz auf ein Bier in eine Kneipe (oder Imbissbude, je nachdem wie man da nennen will), als auch schon Trommler in Drachenkostümen erscheinen und eine gefühlte Ewigkeit trommeln, tanzen und Salatblätter/Orangenschalen werfen. Warum? Keine Ahnung, aber die Leute die da waren fanden es anscheinend lustig. :-) Sind wohl noch Ausläufer des chinesischen Neujahrsfests. Mehr schaffen wir dann aber nicht mehr, bevor wir den Reisestrapazen Tribut zollen müssen. 

 

Am nächsten Morgen schaffen wir es auch erst um 11 aus dem Bett. Der Flug war wohl doch anstrengender als gedacht. Wir stärken uns mit Bananen und Kuchenbrötchen aus dem Supermarkt um die Ecke gestärkt, Frühstück gab's in dem Hotel nämlich nicht, und machen uns auf zum Botanischen Garten. Der ist zwar ganz schön, aber aus den Socken haut er uns auch nicht. Also weiter zur Orchard Road, der Einkaufsstraße von Singapur und n bisschen Shoppen. Neben Läden die wir uns nicht leisten können (Dior, Gucci, Versace etc. sucht euch was aus, sie sind alle da...) gibt es hier auch Kaufhäuser mit vielen kleinen Geschäften, in denen man sich gut verlaufen kann, weil irgendwie alles gleich aussieht. Was Brauchbares finden wir aber nicht. Weiter geht's mit dem Bus in Richtung Marina Bay. Hier bestaunen wir die sehenswerte Skyline des Finacial Districts und begutachten schon mal unser Hotel für die folgenden 2 Tage, das aus 3 Türmen und einer Plattform bestehende Marina Bays Sands. Eines der Wahrzeichen von Singapur, welches wahrscheinlich neben seiner Architektur zu allererst auf Grund seines berühmten Infinity Pools bekannt ist. Nachdem wir die obligatorischen Fotos gemacht haben, fahren wir nochmal zurück zur Orchard Road, auf der an dem Abend eine Feier zum 50. Jahrestag der Unabhängigkeit stattfindet. Irgendwie hat das Ganze was von politisch verordneter Feier. Zwei Sprecher rufen die ganze Zeit Sachen wie "We love Singapore!" "Are you all right and ready to Party?" oder auch einfach "Yeah!" und die Menge, auf der abgeperrten Straße ruft mit und tanzt. Manche bzw. viele stehen aber auch einfach nur wie wir, ein wenig verständnislos rum. Auf dem anschließenden Weg zum Hotel, halten wir in Katong noch kurz bei einem indischen Straßenstand an um was zu essen. Gut und günstig für 3 € p.P. Da bleibt auch noch Geld übrig für ein Bier zum Mitnehmen, denn das ist in Singapur wiederum ne teure Angelegenheit und kann schon mal so bis zu 6€ die 0,5 L Dose kosten. Und das an einem einfachen Straßen-Kiosk.

 

Am nächsten Tag steht erstmal der Umzug ins neue Hotel auf dem Plan. Und anders als online zu lesen, können wir auch schon sofort einchecken, als wir gegen 11:00 am Schalter stehen. Läuft. :-) Unser Zimmer liegt im 47. Stock, ist verglichen mit unserem ersten Hotel riesig und bietet obendrein auch noch einen wunderschönen Blick über die Bucht von Singapur. Sehr schön. Als nächstes muss natürlich der Pool begutachtet werden. Und was soll ich sagen? Der ist schon ziemlich cool. Die Aussicht ist der Hammer und als Hotelbesucher kann man natürlich so oft und lange wie man will in den Poolbereich. (Nicht-Hotelgäste kommen gar nicht rein, sondern können nur für 25 Singapur Dollar was ungefähr 18 € entspricht, auf die Aussichtsplattform) wir entscheiden uns trotzdem erstmal noch ein wenig die Stadt zu erkunden. Gesagt getan: es geht wieder kreuz und quer durch die ganze Stadt von China Town über Little India zur Habour Front, wo wir ins Cable Car umsteigen. Mit 39 SGD p. P. für nen Round Trip zwar ne teuere Geschichte, aber im Urlaub sitzt das Geld ja bekanntlich recht locker. Erste Station ist die Insel Sentosa, auf der Sich ein Vergnügungspark befindet. Außer dem Luge (eine Art Seifenkistenrennen und ne lustige, wenn auch etwas kurze Angelegenheit) probieren wir aber nichts aus, denn auch hier zeigt sich: Singapur gehört sicher nicht zu den günstigsten Städten in Asien. Wir nehmen wieder das Cable Car und fahren zum Faber Peak. Von hier hätte man einen schönen Ausblick auf die Stadt. Hätte, denn es fängt zu unserer Ankunft heftig an zu regnen. Bei der Hitze ist das zwar nicht wirklich schlimm, aber mit schöner Aussicht ist so natürlich nichts. Wir fahren wieder zurück ins Hotel und da es auch schon wieder aufgehört hat zu regnen, legen wir uns jetzt doch mal an den Pool und schwimmen ne Runde bzw. machen Fotos :-D und lassen den Tag mit nem Cocktail an der Bar ausklingen. Es ist schließlich mein Geburtstag! ;-)

 

Nach drei anstrengenden Tagen und jeder Menge abgerissenen Kilometern verbringen wir den letzten Tag in Singapur überwiegend faulenzend am Pool. Nur nachmittags machen wir uns nochmal auf zum kurzen Shoppen. Außerdem besichtigen wir die, direkt hinter dem Hotel gelegenen, Gardens by the Bay. Singapur bietet zwar auch anderswo reichlich Motive, aber für Fotofreunde sind die Gardens ein absolutes Muss! Kann ich empfehlen. Abends heißt es auch schon wieder Sachen packen, denn am nächsten Morgen geht's nach Thailand.

 

Insgesamt kann ich sagen, hat uns Singapur sehr gut gefallen. Die Stadt ist schön, man kann ne Menge unternehmen und erleben, die öffentlichen Verkehrsmittel sind super und es gibt an jeder Ecke leckeres Asia Food. Man bekommt aber trotzdem nicht gleich einen totalen Kulturschock. Asien light irgendwie und damit ein super Einstieg für unsere Reise  :-)


Koh Lipe

 

Unseren Flieger nach Langkawi erreichen wir mit dem Taxi. Fliegen gehört jetzt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber auf Grund der jüngeren Vergangenheit von Air Asia steigen wir heute mit einem noch etwas mulmigeren Gefühl als sonst in den Flieger. Außer das nach dem Start ein regelrechtes Bäumchen-wechsel-dich-Spiel unter den mitreisenden Passagieren beginnt (können die nicht gleich den richtigen Platz buchen?) verläuft der Flug aber ruhig. Von Langkawi geht’s mit der Fähre direkt weiter nach Koh Lipe, Thailand. Da wir mit dem Boot die Grenze überqueren werden, müssen wir bei unserer Ankunft am Fähranleger, den wir wieder mit dem Taxi erreichen, unsere Pässe abgeben. Das kommt uns zwar ein bisschen komisch vor, aber uns bleibt nichts anderes übrig. Kurz nach dem Ablegen bekommen wir sie aber auch schon wieder zurück.

Da es auf Koh Lipe keinen Anleger an Land gibt, sondern das Boot an einem schwimmenden Ponton festmacht, von dem man auf die typischen kleinen Thai-Boote umsteigt; und auf den Tickets steht, dass diese Überfahrt nicht im Preis inbegriffen ist, haben wir auf Langkawi auch schon ein paar thailändische Baht gewechselt. Die sollten wir aber nicht brauchen, da niemand Geld haben möchte von uns. Bei der Ankunft (14:30 Ortszeit) fällt sofort das absolut klare und angenehm warme Wasser auf. Sehr schön, so hab ich mir das vorgestellt :-) Nach kurzen Einreiseformalitäten geht’s mit dem Tuk-Tuk (Autos gibt’s auf Koh Lipe nicht) zu unserem Resort. Vorher im Internet haben wir schon gelesen, dass die Insel boomt und vor 10 Jahren wohl noch ganz anders ausgesehen haben soll (weniger Tourismus und damit einhergehender Bebauung). Das kann man sich gut vorstellen denn auf dem Weg sehen wir zahlreiche Baustellen im Inneren der Insel. Das ist auf der einen Seite schade, aber irgendwie sind wir mit unserer Ankunft ja „mit schuld daran“ und die Einheimischen leben ja nun auch zum Großteil vom Tourismus. Trotzdem sollten uns die kommenden Tage extrem gut gefallen.

In unserem Resort angekommen zeigt uns der französische(!) Inhaber unser kleines Haus, in dem wir die 4 Nächte verbringen werden. Anschließend geht’s auf erste Erkundungstour. Erstmal am Strand entlang, dann ins Innere der Insel. Um eine Vorstellung zu bekommen: Koh Lipe ist so klein, man kommt, wenn man schnell geht, in einer halben Stunde von einem Ende zum anderen Ende der Insel. Dabei sind in Strandlage die Unterkünfte für Touristen und im Inselinneren leben die Einheimischen. Außerdem befindet sich dort noch die sog. „Walking Street“, ein Fußweg an dem sich allerlei Stände, Essmöglichkeiten usw. befinden. "Hauptattraktion" ist hier der Pancake-Stand von Madame Yoohoo die ,klar, Pancakes verkauft. Das aber auf unwiderstehliche Art und Weise. Denn sie schreit den ganzen Tag "Yoohoo Yoohoo whatchuwont" und bis man verstanden hat was sie damit meint, vergeht ne Weile :-D Auf jeden Fall ein Unikat. Unbedingt sollte man auch mal die Thai Massage ausprobieren (1 h Fußmassage gab's in unserem Fall für 8 €). So sehen dann auch die nächsten Tage aus. Hauptsächlich sind wir im oder am Wasser, erholen uns am Strand, jagen Fische beim Schnorcheln, oder wir essen und trinken die thailändischen Köstlichkeiten. Großartig.

Der einzige unerfreuliche Zwischenfall ereignet sich am Geldautomaten. Es ist quasi Istanbul reloaded d.h. ich habe mal wieder meine Kreditkarte im Automaten stecken lassen. :-/ Leider ist es ja im Ausland und in Thailand anscheinend auch, oftmals so, dass aus dem Automaten erst das Geld, wahlweise noch ein Receipt und erst nach weiteren 10 - 15 Sekunden die Karte wieder ausgespuckt wird. Tja ich war wohl im Kopf schon wieder bei der nächsten Köstlichkeit und hab zwar das Geld und das Receipt raus genommen, aber die Karte vergessen. :-( Aber kein Problem, wir haben auch mit EC-Karte Geld bekommen. Kostet zwar pro Abholung nen 10er aber hey was soll's alles cool......dachten wir zumindest...dazu später mehr.

 

Als es nach 4 Nächten wieder heißt Abschied zu nehmen, müssen wir am Anleger wieder unsere Pässe abgeben, wir wollen ja wieder zurück nach Langkawi (Malaysia). Während wir auf die Fähre warten werden wir auch gefühlte 20 mal gefragt, ob wir das denn auch schon getan haben. Neben uns gilt das natürlich auch für alle die mit uns warten. Irgendwann heißt es dann wieder ab auf die kleinen Boote zum Anleger vor der Insel und auf die Fähre und ab nach Langkawi....oder auch nicht. Denn irgendwie scheint es der Fall zu sein, dass mehr Leute an Bord sind, als Pässe eingesammelt wurden. Geht bei Grenzüberschreitung natürlich gar nicht. Also geht auch erstmal gar nichts. Die Crew läuft hektisch rum und fragt wirklich jeden Gast an Bord dreimal, ob sie denn ihren Pass auch abgegeben haben. Bis dann einem Pärchen welches, während wir auf der Insel noch auf die Fähre gewartet haben, neben uns saß, endlich mal auffällt, dass sie den Ausweis eben doch nicht abgegeben haben. Leute gibt's... Na ja Problem gelöst also kann's auch losgehen. Muss man sich nur noch seinen Ausweis aus den Stapeln, die die Crew an die Passagiere verteilt raussuchen :-D Sowas hab ich auch noch nicht erlebt. 


Langkawi


Zurück auf Langkawi ist die erste Amtshandlung der Weg zum Geldautomaten. Schließlich sind wir in einem neuen Land und müssen ja irgendwie bezahlen können. Nur leider spuckt der Automat diesmal keinerlei Scheine aus, weder mit meiner EC Karte noch mit Caros. Die Transaktion wird immer abgebrochen. Na toll. Ohne Geld am anderen Ende der Welt zu stehen ist erstmal nicht so cool. Eigentlich war der Plan auch sich ein Auto zu Mieten und damit zu unserer Unterkunft zu fahren. Denn die ist auf der anderen Seite der Insel, was auf Langkawi so viel bedeutet wie: ne halbe Stunde Fahrzeit. Das wäre wahrscheinlich ohne Kreditkarte schon schwer geworden, aber ganz ohne Geld fällt das schon mal gleich ganz weg. Was also tun?

 

Wir tauschen erstmal unser übrig gebliebenes Geld aus Thailand um und haben so immerhin etwa 100 € in der Tasche. 20 € investieren wir dann ins Taxi und fahren zu unserer Unterkunft im Norden der Insel. Das sind genau genommen 5 kleine Häuser direkt am Strand. Vielleicht kann uns ja dort jemand helfen? Als wir ankommen müssen wir leider feststellen, dass es so etwas wie eine Rezeption nicht gibt und nur die Mutter der Inhaberin vor Ort ist, die uns zwar unser Häuschen zeigt und uns einen Schlüssel gibt, aber leider nicht wirklich englisch spricht und uns somit nicht wirklich weiter helfen kann. Immerhin haben wir Internet und ich kann somit mit der Inhaberin schreiben und Sie fragen wo der nächste Geldautomat ist. Die kann uns tatsächlich eine Wegbeschreibung geben, nach der es sich auch nicht allzu weit anhört (auch auf der Google Maps-Karte sieht das erstmal nicht sooo weit aus). Wir machen uns also auf die Socken oder vielmehr die Flip Flops (sind ja auch hier deutlich über 30°C). Doof nur das auch nach mehreren Kilometern, der ein oder anderen aufgescheuerten Stelle am Fuß und unzähligen blöden Blicken der Einheimischen (so blöd is hier nämlich keiner, dass er in der prallen Sonne zu Fuß die Straße lang läuft, hier fährt eigentlich jeder Auto oder zumindest Roller, schließlich ist Malaysia ja Erdöl förderndes Land und der Sprit ist vergleichsweise lächerlich günstig) kein Geldautomat auftaucht. Da wir aber auf dem Weg nicht weit von unserer Unterkunft einen Rollerverleih gesehen hatten, entschließen wir uns umzudrehen und nochmal 20 € in einen Roller zu investieren. Ob wir den Rest unseres Urlaubs mit 80 oder 60 € verbringen müssen spielt ja auch keine Rolle :-D.

Also Roller ausgeliehen kurz zur Tanke, den Roller für etwa 1,50 € voll machen und wieder die Straße entlang, nur diesmal wesentlich schneller (der Roller läuft locker 100 km/h (!) sehr geil :-) 

Der Geldautomat ist mit dem Roller auch schnell erreicht. Zu Fuß wäre es etwa nochmal die Strecke gewesen die wir schon gelaufen waren. Und diesmal spuckt der Geldautomat auch tatsächlich Geld aus. YES!! Der Rest des Urlaubs ist gesichert, schließlich ist auch die nächste und letzte Station Kuala Lumpur in Malaysia d.h. wir holen gleich ein wenig mehr Geld und können so dem Risiko entgehen anderswo wieder auf dem Trockenen zu sitzen. Aber erstmal stehen ja noch 3 Tage Langkawi an. Für den ersten Tag war auch schon genug Action, weshalb wir den Rest des Tages in unserem Haus am Meer verbringen.

Am nächsten Morgen steht eine Radtour mit Guide an, die ich vorher schon bei Dev's Adventure gebucht hatte. Außer Caro und mir ist noch ein älteres Ehepaar aus England dabei, die auf einer 5-wöchigen Tour von Vietnam bis nach Sepang (Malaysia) sind. Auf der Tour erfahren wir einiges über die lokale Flora und Fauna und auch über das tägliche Leben vor Ort. Unter anderem machen wir auch an einem Stand halt, der Roti  Canai verkauft, an dem ich auch selbst mal mein Geschick im Teig schwingen beweisen kann, jedoch kläglich scheitere. 

Nachmittags schwingen wir uns dann wieder auf den Roller und fahren zur Langkawi Skybridge. Auf dem Weg überfahren wir fast einen riesigen Waran der gemächlich über die Straße wackelt, aber zum Glück nur fast. Da sich die Skybridge im Umbau befindet, ist der Weg dorthin schon ein wenig abenteuerlich und leider kann man auch das Foto welches man bei Wikipedia sieht gar nicht schießen, da die oberste Plattform gesperrt ist. Trotzdem kann man sich das, wenn man vor Ort ist, mal anschauen.

Tags darauf haben wir wieder eine Tour gebucht. Diesmal geht's mit dem Boot zu Fledermaushöhlen, mit dem Kajak durch die Mangrovenwälder und zu einer Fischfarm. Unterwegs sehen wir jede Menge der namensgebenden Adler (Langkawi ist vom malaiischen Wort für Adler abgeleitet). Außerdem erfahren wir, dass die Mangrovenwälder super Wellenbrecher sind, und sie mit dafür verantwortlich waren, dass es während des Tsunami auf Langkawi, anders als z.B. in Thailand oder Sri Lanka) nur einen einzigen Toten gab. Genau wie die Tour mit dem Fahrrad kann ich auch diese Tour jedem der mal auf Langkawi ist empfehlen. Den Rest des Tages verbringen wir wieder am Strand vor unserem Haus. Da es 500 m weiter einen Jetskiverleih gibt, ist auch schon klar was wir da machen :-) bevor es wieder heißt Sachen packen, denn am nächsten Tag geht es zu unserer letzten Station Kuala Lumpur.


Kuala Lumpur

 

Wieder in der Stadt werden wir von den typischen Begleiterscheinungen wie Lärm, schlechter Luft und Unmengen von Menschen regelrecht erschlagen, denn Kuala Lumpur bietet von all dem reichlich. Trotz eigentlich recht gut ausgebautem öffentlichem Nahverkehr, scheint die Mehrzahl der Malaien zudem das Auto zu präferieren. Könnte daran liegen, dass ordentliche Bürgersteige Mangelware sind, was dazu führt, dass eigentlich ständig überall Stau ist. Hinzu kommt, dass es in der ganzen Stadt nur so von Baustellen wimmelt und ein Wolkenkratzer nach dem anderen hochgezogen wird. Das ist auf der einen Seite imposant, auf der anderen Seite werden so selbst die letzten kleinen Fleckchen grün in der Stadt noch kleiner. Besonders offensichtlich tritt dies rund um den Bukit Nanas zu Tage. Sieht dies auf Bildern im Internet noch recht schön aus und wird auch in unserem Reiseführer als eines der letzten verbliebenen Refugien in der Stadt beschrieben, sieht die Wahrheit leider ganz anders aus. Denn auch hier herrschen die Baumaschinen vor. Schade. So wünscht man sich doch irgendwie wieder zurück an den Strand und die Inseln der letzten Tage. Nichtsdestotrotz bietet natürlich auch Kuala Lumpur einige interessante Dinge. So schauen wir uns neben den Petronas Towers, dem Fernsehturm und den Batu Caves auch China Town, Little India, den Botanischen Garten, Bird- und Butterfly Park an. So richtig Begeisterung für die Stadt kommt allerdings nie auf. So bleiben zwar viele interessante Eindrücke, wie z.B. die Massen an Gläubigen die zum Freitagsgebet in den Moscheen und in den Straßen, dem Muezzin folgend, ihrem Gebet nachgehen, das wirklich überragende Frühstück im Hotel (es gab einfach mal alles, was man sich vorstellen kann) und auch für den Hobbyfotografen bietet KL einiges. Leider bleibt neben all dem auch die überall deutlich sichtbare riesige Schere zwischen arm und reich, der Lärm und die schlechte Luft, sowie das typische Gewusel der Großstadt im Gedächtnis. Das liegt wahrscheinlich gar nicht mal nur alleine an KL selbst, sondern sicherlich zum einen auch an den wunderschönen vorangegangenen Tagen auf den Inseln, die die Stadt einfach nicht toppen kann, aber auch an der Gewissheit, dass der Urlaub bald vorbei ist. Denn nach drei Tagen in KL heißt es schon wieder Sachen packen und ab nach Hause.  Unter dem Strich reicht es, aus meiner Sicht nicht aus, eine Empfehlung für KL aussprechen zu können. Schade.  Beim nächsten mal Malaysia wird's dann neben den Inseln vielleicht eher Malacca, da soll's schön sein, hab ich gehört ;-)

 

Zusammengefasst waren es aber superschöne zwei Wochen, mit wirklichen vielen schönen Eindrücken und tollen Erlebnissen und daher bestimmt auch nicht das letzte Mal, dass wir in Asien waren.